Workshops/Fachtagungen/Fachliteratur

Fortbildungsreihe Flucht und Geflüchtete – Thema und Zielgruppe politischer Bildung

Gemeinsames Fortbildungsangebot von AdB und IDA startet

In diesem und im letzten Jahr haben viele Menschen in Deutschland Schutz vor Krieg, Not und Verfolgung gesucht. Eine große Zahl dieser Geflüchteten wird für eine längere Zeit oder dauerhaft hierbleiben. Damit verbunden ist die Frage, wie eine erfolgreiche Integration gelingen kann – eine Frage, die sich nicht nur an die Zugewanderten richtet.

Die politische Bildung kann einen Beitrag zum Erwerb von Kenntnissen über die Grundlagen des demokratischen Zusammenlebens sowie zum Aufbau von Kompetenzen und Motivation zur Mitgestaltung der Demokratie leisten.

Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB) und das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA) führen im laufenden Jahr mit Unterstützung durch die Bundeszentrale für politische Bildung eine Fortbildungsreihe mit drei jeweils zweitägigen identischen Tagungen durch. Wichtige Inhalte sind die eigene Verortung der Teilnehmenden sowie mögliche Vorbehalte und Befürchtungen, Informationen zur vielfältigen Gruppe der Geflüchteten sowie das gesellschaftliche Klima rund um das kontroverse Thema Flucht und Asyl. Weiterhin ist Raum für einen Erfahrungsaustausch sowie zur Erarbeitung von Formaten, Methoden und Inhalten für die (politische) Bildungsarbeit mit Geflüchteten.

Es gibt folgende Tagungsorte und -termine:
  • 27.–28. Juni 2016 (Anmeldeschluss: 10.06.2016): Ländliche Heimvolkshochschule Mariaspring bei Göttingen, www.mariaspring.de
  • 10.–11. Oktober 2016 (Anmeldeschluss: 23.09.2016): Caritas-Pirckheimer-Haus, Nürnberg, www.cph-nuernberg.de
  • 17.–18. Oktober 2016 (Anmeldeschluss: 30.09.2016): Gustav-Stresemann-Institut, Bonn, www.gsi-bonn.de
 Anmeldungen sind ab sofort für alle drei Veranstaltungen möglich. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich über:
Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB)
Silke Neumann
Mühlendamm 3, 10178 Berlin
Telefon: 030 400 401-00 | Fax: -22
E-Mail: neumann@adb.de
Internet: www.adb.de
Der Teilnahmebeitrag beläuft sich auf 60,00 Euro (ermäßigt: 40,00 Euro).
Die Teilnahme kann über Fördermitttel des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ unterstützt werden. Interessierte können sich gern an uns im LAP-Treffpunkt Minden wenden.
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AK Antiziganismus im DISS (Hg.)
Stimmungsmache
Extreme Rechte und antiziganistische Stimmungsmache
Analyse und Gefahreneinschätzung am Beispiel Duisburg
Veröffentlicht als kostenlose Online-Broschüre im März 2015

Autor_innen: Martin Dietzsch, Anissa Finzi, Alexandra Graevskaia, Ismail Küpeli, Zakaria Rahmani, Stefan Vennmann

Diese Broschüre untersucht exemplarisch am Beispiel der Stadt Duisburg, wie die extreme Rechte das Thema Antiziganismus aufgriff. Sie agierte dabei nicht isoliert im luftleeren Raum. Vielmehr besteht ein Zusammenhang zwischen Alltagsrassismus, etablierten Medien, Kommunalpolitik, und den Erfolgschancen der extremen Rechten. Dieses komplizierte Wechselspiel ist Gegenstand dieser Broschüre.

Diese Online-Broschüre gibt es zum Download und zum Ausdrucken als PDF-Datei:
http://www.diss-duisburg.de/wp-content/uploads/2015/03/DISS-Stimmungsmache-Online-Broschuere-2015.pdf
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Martin Dietzsch, Bente Giesselmann und Iris Tonks
Spurensuche zur Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma in Duisburg
Eine Handreichung für die politische Bildung
Veröffentlicht als kostenlose Online-Broschüre im Juni 2014
Anhand des exemplarischen Beispiels der Stadt Duisburg wird aufgezeigt, welche Spuren des Völkermords an Sinti und Roma auch heute noch auffindbar sind und Anregungen dazu gegeben, wie man das Geschehen im Rahmen der politischen Bildung mit Jugendlichen thematisieren kann.
Diese Online-Broschüre gibt es auch zum Download und zum Ausdrucken als PDF-Datei:
http://www.diss-duisburg.de/Internetbibliothek/Buecher/DISS-Spurensuche–Online-Broschuere–2014.pdf
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Rechtsextremismus: Diese Websites klären auf:
http://www.ndr.de/ratgeber/netzwelt/rechtsextremismus191.html
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Neue Studie
(Zum Vortrag vom Johannes Kiess in Minden am 04.12.2012)                      

Oliver Decker, Johannes Kiess, Elmar Brähler:
Die Mitte im Umbruch Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2012

Die Studie zum Downloaden
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Keine Räume für rassistische Politik            
-Handreichung für VermieterInnen-

Extrem rechte Organisationen mieten sich regelmäßig in Tagungsräumen von Sport-, Schützen- und Kleingartenvereinen, Gaststätten und Hotels ein. Betroffene VermieterInnen stehen unfreiwillig vor einer großen Herausforderung, da sie nicht wissen, wie sie mit rassistischen Veranstaltungen in ihrem Haus umgehen sollen. Die betroffenen VermieterInnen haben eine Wahl zu treffen: Sie können entscheiden, wem sie ihre Räume zur Nutzung überlassen und wem nicht. So laufen sie Gefahr, extrem rechte Gruppen indirekt in ihrem Treiben zu unterstützen. Allerdings haben sie auch die Chance, die Bedingungen für rassistische und extrem rechte Politik zu erschweren, indem sie nicht an extrem rechte Gruppen vermieten.
Hilfestellung zum Umgang mit extrem rechten Anmietungen gibt eine neue Broschüre der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) und der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin. Bei der Erstellung wurde mit dem Deutschen Hotel- und Gaststätten-Verband (DEHOGA) Nordrhein, den Gewerkschaften ver.di, Nahrung-Genussmittel-Gaststätten (NGG) und der DGB Region Köln-Bonn zusammen gearbeitet.

Beispiel: Am 14. Januar 2012 traf sich im Hinterzimmer eines Wirtshauses in Köln-Deutz eine Gruppe mit dem unverdächtigen Namen „Verein für Geschichte und Kultur e.V.“. Fachleute wissen jedoch, dass sich dahinter eine 1963 gegründete rassistische Kulturvereinigung mit dem Namen „Volksbund Deutscher Ring“ verbirgt. Während des Treffens referierte ein junger Publizist, der in Zeitschriften der extremen Rechten regelmäßig „Überfremdung“, „Dekadenz“ und „Schuldkult“ beklagt.
Anmietungsversuche extrem rechter Gruppen müssen allerdings zuerst einmal als solche erkannt werden. Und es muss das Wissen vorhanden sein, wie man gegen diese Anmietungen erfolgreich vorgehen kann.  Viele extrem rechte Organisationen versuchen sich Räumlichkeiten unter einem Vorwand zu erschleichen. So melden Strohmänner die Räumlichkeit unter einem erfundenen Vereinsnamen an oder nennen einen falschen Veranstaltungszweck. Ein Rechtsrock-Konzert firmiert dann als „Geburtstagsfeier“ und eine rassistische Hetzveranstaltung als „Jahresversammlung“. Sensibilität und eine überlegte Vertragsgestaltung versetzen VermieterInnen in die Lage, extrem rechte Veranstaltungen auch dann noch zu unterbinden, wenn sich die Neonazis schon versammelt haben.
In der ibs-Broschüre “Keine Räume für Nazis” sind hilfreiche Tipps zusammen gestellt, welche die Handlungssicherheit von VermieterInnen und deren Angestellten erhöhen. So wird anhand von Beispielen aus der Praxis beschrieben, wie extrem rechte Gruppen bei der Anmietung vorgehen und an welchen Symbolen, Codes und Marken extrem rechte MieterInnen erkannt werden können. Im Mittelpunkt des Ratgebers stehen Hinweise zur Gestaltung von Mietverträgen, die den VermieterInnen Möglichkeiten geben, extrem rechte Veranstaltungen in ihrem Haus zu unterbinden.
Beispiele aus der Praxis zeigen: Es ist VermieterInnen möglich, einen demokratischen Standpunkt zu beziehen und extrem rechte Versammlungen in ihren Räumen zu unterbinden. Die Info- und Bildungsstelle appelliert an die Courarge von Gastwirten und VermieterInnen: Sie haben es in der Hand: Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten und verweisen Sie extrem rechte Gruppen aus Ihren Räumen!
Hier können Sie die Broschüre (PDF) herunterladen!
Link: Artikel sz-online
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31. 1. 2013:
Jüdisches Leben in Minden und Petershagen
Mindener Geschichtsverein bringt ein neues Buch von Arno Herzig heraus.

Der jüngst in der Reihe „Mindener Beiträge“ erschienene Band zum jüdischen Leben in Minden und Petershagen wird nun der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Buch bietet einen Überblick über die Ergebnisse der Forschungen von Prof. em. Dr. Arno Herzig vom Historischen Seminar der Universität Hamburg. Seit 1970 arbeitet er zur jüdischen Geschichte in Westfalen und seit 1978 intensiv zur Geschichte der Juden in Minden und Petershagen. Herzig lässt dem Leser das über Jahrhunderte bezeugte Leben der Juden vor Ort und die wechselhaften Zeitläufe von grausamen Anfeindungen und vorsichtiger Akzeptanz vor Augen treten. Er hat sein Buch den lebenden, verstorbenen und ermordeten Juden in Minden und Petershagen gewidmet.

Für den Mindener Geschichtsverein und Minden ist es ein Glücksfall, dass sich Herzig über Jahrzehnte der Erforschung des jüdischen Lebens im Raum Minden und Petershagen gewidmet hat. Laut Peter Kock, dem Vorsitzenden des Mindener Geschichtsvereins, nimmt Herzig daher „einen besonderen Platz in der Regionalgeschichtsschreibung“ ein.

Die Redaktion des Buches lag in den Händen von Wolfgang Battermann, die Buchgestaltung bei Martina Lorenz, der Druck erfolgte bei J.C.C. Bruns. Das Buch ist ab sofort für 24,80 EUR im Buchhandel unter der ISBN 978-3-929894-32-7 erhältlich.

Flecken“ untersuchen kann. Zum Beispiel, solche, die dazu führen, dass man über Arbeitslosigkeit reden, aber nicht ansprechen, dass Menschen mit Migrationshintergrund schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Das Material will Hilfestellung dafür leisten, Rassismus nicht zu reproduzieren, sondern zu reflektieren und abzubauen. Dazu gehört auch, die eigenen Konzepte „gegen den Strich zu bürsten“: Standortlogik, Leistungsdenken, die Norm des „männlichen deutschen Facharbeiters“ — all das kommt mit dem Baustein auf den Prüfstand.