Interkultureller Garten Minden e. V.

Aufbau eines Interkulturellen Gartens als Stadtteilprojekt

Der „Interkultureller Garten Minden e. V.“, gegründet am 12.7.2011, versteht sich als ein Forum, in dem aus der Vielfalt von Sprachen, Arbeitsweisen, Kunst und Lebenserfahrungen in Bärenkämpen neue Kommunikationsformen entstehen. Ziele sind dabei, die Verständigung von Menschen unterschiedlicher ethnischer und kultureller Herkunft zu fördern und die Förderung von Selbstorganisation, Eigenversorgung, Gesundheit, sozialer Nähe, psychosozialem Wohlbefinden und persönlicher Entfaltung aller Projektmitglieder.
Auf einer von der Stadt Minden gepachteten Fläche wird dabei ein Garten mit ca. 20 Parzellen angelegt. Diese Parzellen werden an Vereinsmitglieder verpachtet. Dabei werden eine Gemeinschaftsparzelle und eine Parzelle für Kinder gemeinschaftlich versorgt. Im Rahmen der Bewirtschaftung wird dabei auch Wert auf eine ökologische Gartenbewirtschaftung gelegt.
Landwirtschaftliche und gärtnerische Tätigkeit, Kräuterkunde und Kochen ist für viele Migrantinnen eine traditionell weibliche Tätigkeit. Neben der Stärkung des Zusammenhaltes bietet das Projekt gerade den beteiligten Frauen die Möglichkeit, sich im Garten zu treffen und auszutauschen. Viele Frauen sind Analphabetinnen und erfahren erst durch spontane Gespräche Informationen, die ihnen im Alltag weiterhelfen können. Gleichzeitig wird der Umgang mit Männern im Kontext des Vereins neu erprobt und Gleichberechtigung und demokratischer Umgang erlernt. Frauen werden ermutigt, tradierte Normen infrage zu stellen, dürfen sich aber auch ihren Traditionen gemäß verhalten. Dabei wird den Männern die Möglichkeit gegeben, sich helfend in eine solidarische Gemeinschaft aus überwiegend Frauen einzubringen und spezifisch weibliche Formen der Kommunikation zu erfahren. Offene, spontane Gespräche und Diskussionen zum Thema der Geschlechterrollen sollen durch gezielte Kurse ergänzt werden

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